Krankheitskosten bei einem Wegeunfall zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte

BFH, Urteil v. 19.12.2019 – V I R 8/18
Mit diesem Urteil hat der BFH entschieden, dass Aufwendungen in Zusammenhang mit der Beseitigung oder Linderung von Körperschäden, die durch einen Unfall auf einer Fahrt zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte eingetreten sind, gem. § 9 (1) Satz 1 EStG neben der Entfernungspauschale als Werbungskosten abgezogen werden können.

Im vorliegenden Fall erlitt die Klägerin bei einem Autounfall schwere Verletzungen im Gesicht. Die erforderlichen OP-Kosten wurden von der Berufsgenossenschaft nur teilweise übernommen. Die darüber hinausgehenden Kosten zahlte die Klägerin selbst. Diese Aufwendungen des Wegeunfalls können als Werbungskosten abgezogen werden.

(Fundstelle: NWB 14. Ausgabe v. 3.4.2020 )

14.05.2020 Claudia Cordes, Steuerberaterin