Corona-Hilfen:

Mit staatlicher Unterstützung und unserer Beratung durch die Krise

Aktuelles
Startschuss für die neue Phase der Corona-Wirtschaftshilfen: die kürzlich veröffentlichten FAQ zu den neuen Wirtschaftshilfen-Programmen Überbrückungshilfe IV und Neustarthilfe 2022 ebnen den Weg für eine weitere Förderung von Unternehmen, die wirtschaftliche Einbußen durch die Corona-Krise haben.

„Wir wissen, dass es für viele Unternehmen aufwändig und kostspielig ist, 2G Regeln umzusetzen oder andere Corona-Zutrittsbeschränkungen zu vollziehen. Wir haben daher die Hilfen auch noch mal verbessert, um den Unternehmen zu helfen, auch diese besonders kritische Phase der Pandemie zu bewältigen.“ (Robert Habeck, Bundeswirtschaftsminister)

euregioTAX - Steuerliche Hilfen Corona

Aktuelle Fördermöglichkeiten:

1. Überbrückungshilfe IV

Seit dem 6. Januar 2022 sind die Regelungen zur Überbrückungshilfe IV veröffentlicht. Eine Antragsstellung für die vierte Phase der Überbrückungshilfe ist seit dem 7. Januar 2022 möglich. Der Antrag umfasst grundsätzlich den Zeitraum vom 1. Januar bis einschließlich 31. März 2022.

Die Förderbedingungen entsprechen weitestgehend denjenigen der Überbrückungshilfe III Plus bzw. Überbrückungshilfe III. Es werden allerdings keine Umbau- oder Digitalisierungsmaßnahmen im Rahmen von Corona-Maßnahmen mehr gefördert. Der maximale Fördersatz der Fixkosten ist nunmehr beschränkt auf 90%.

Die Überbrückungshilfe IV kann nur über einen prüfenden Dritten beantragt werden. Erstanträge für die Überbrückungshilfe IV können bis zum 30. April 2022, Änderungsanträge können bis 30. Juni 2022 gestellt werden.

Unternehmen, die infolge von Corona-Regelungen wegen Unwirtschaftlichkeit freiwillig geschlossen haben, können zeitlich befristet zunächst vom 1. bis 31. Januar 2022 Überbrückungshilfe IV beantragen.

Die aktuell gültigen FAQ zur Überbrückungshilfe IV finden Sie hier.



2. Neustarthilfe 2022

Laut den FAQ mit dem Stand vom 14. Januar 2022 gilt die Neustarthilfe 2022 für den Förderzeitraum 1. Januar bis 31. März 2022. Für Soloselbstständige und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften ist ein Zuschuss in Höhe von maximal 4.500 € möglich; Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften können bis zu 18.000 € an Neustarthilfe beantragen. Voraussetzung ist, dass ein Antrag auf Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe IV nicht gestellt wird.

Wird der Antrag über einen prüfenden Dritten gestellt, werden die Kosten für die Antragsstellung bezuschusst. Dies gilt nicht, wenn der Antrag auf Neustarthilfe negativ beschieden wird.

Anträge auf Neustarthilfe 2022 können bis zum 30. April 2022 gestellt werden.

Die aktuell gültigen FAQ zur Neustarthilfe 2022 finden Sie hier.

 

3. Überbrückungshilfe III Plus

Grundsätzlich sind Unternehmen mit einem weltweiten Umsatz von bis zu 750 Millionen Euro im Jahr 2020, Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb aller Branchen für den Förderzeitraum Juli 2021 bis Dezember 2021 berechtigt Überbrückungshilfe III Plus zu beantragen. Voraussetzung ist, dass die Antragssteller in einem Monat des Förderzeitraums einen coronabedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben.

Als Unternehmen gilt dabei jede rechtlich selbstständige unabhängig von ihrer Rechtsform, die wirtschaftlich am Markt tätig sind und zum Stichtag 29. Februar 2020 oder zum Stichtag 30. Juni 2021 mindestens einen Beschäftigten (unabhängig von der Stundenanzahl) hatten. Antragsberechtigt sind damit auch gemeinnützige Organisationen und Vereine. Verbundene Unternehmen, die auf demselben oder benachbarten Markt tätig sind, dürfen nur einen Antrag für alle verbundenen Unternehmen gemeinsam stellen.

Unternehmen, die infolge von Corona-Regelungen wegen Unwirtschaftlichkeit freiwillig geschlossen haben, können zeitlich befristet vom 1. November bis 31. Dezember 2021 Überbrückungshilfe III Plus beantragen.

Die Überbrückungshilfe III Plus kann nur über einen prüfenden Dritten beantragt werden. Erstanträge sowie Änderungsanträge für die Überbrückungshilfe III Plus können bis zum 31. März 2022 gestellt werden.

Die aktuell gültigen FAQ zur Überbrückungshilfe III Plus finden Sie hier.

 

4. Neustarthilfe Plus

Mit der Neustarthilfe Plus werden Soloselbständige, Kapitalgesellschaften und Genossenschaften unterstützt, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum coronabedingt eingeschränkt ist.

Voraussetzung ist, dass die Antragstellenden die Fixkostenerstattung über die Überbrückungshilfe III Plus nicht in Anspruch nehmen. Die Neustarthilfe Plus beträgt für den Gesamtförderzeitraum 1. Juli bis 31. Dezember 2021 insgesamt maximal 9.000 Euro für Soloselbständige und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften sowie insgesamt maximal 36.000 Euro für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften.

Die aktuell gültigen FAQ zur Neustarthilfe Plus finden Sie hier.


5. Kurzarbeitergeld zum Erhalt von Arbeitsplätzen

Damit Unternehmen ihre Mitarbeiter nicht entlassen müssen, können sie Kurzarbeitergeld (KuG) beantragen. Je nach Unternehmenslage lässt sich das Kurzarbeitergeld unterschiedlich lange nutzen und unternehmensindividuell gestalten.

Welche Regelung für Ihr Unternehmen und für Ihre Beschäftigten das geeignetste ist, dazu beraten wir Sie gerne!

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Ausgelaufene Wirtschaftshilfen:

Bereits in der Vergangenheit hat sich die Bundesregierung bemüht mit staatlicher finanzieller Unterstützung den Unternehmen zur Seite zu stehen. Dazu gehören die folgenden Wirtschaftshilfen:

  1. Soforthilfe (Frühjahr 2020)
  2. Überbrückungshilfe I (für den Zeitraum Juni bis August 2020)
  3. Überbrückungshilfe II (für den Zeitraum September bis Dezember 2020)
  4. Überbrückungshilfe NRW Plus (in Verbindung mit der Überbrückungshilfe I und II)
  5. Überbrückungshilfe III (für den Zeitraum November 2020 bzw. Januar bis Juni 2021)
  6. Neustarthilfe (für den Zeitraum Januar bis Juni 2021)
  7. Außerordentliche Wirtschaftshilfen (auch bekannt als November-/Dezemberhilfe 2020)

All diese Hilfen sind aktuell nicht mehr zu beantragen. Dennoch spielen sie weiterhin eine Rolle, da alle Programme im Rahmen einer Schlussabrechnung bzw. Endabrechnung final abgewickelt werden müssen. Im Rahmen der Schluss- bzw. Endabrechnungen wird ermittelt, ob und ggf. wieviel staatliche Förderung seitens der Antragssteller zurückgezahlt oder zusätzlich ausbezahlt wird.

Aktuell ist es für prüfende Dritte nur möglich, die Neustarthilfe für das erste Halbjahr 2021 endabzuwickeln. Für alle weiteren Hilfen können aktuell noch keine Schluss- bzw. Endabrechnungen erstellt werden. Sobald dieses möglich ist, werden wir Sie darüber an dieser Stelle informieren.

Bitte wenden Sie sich mit Ihren Fragen an uns: Wir von euregioTAX sind immer über die neuesten Regelungen informiert und unterstützen Sie bei Beantragung, Gestaltung und ggf. Rückzahlung der Corona-Hilfen.